Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

Unser Angebot

Wir bieten Ihnen die Analyse der aktuell vorliegenden psychischen Belastungen hinsichtlich wissenschaftlich anerkannter Kriterien. Mit unserer Hilfe können Sie Ressourcen sichtbar machen, Risiken aufzeigen und zielgerichtet Maßnahmen zur Optimierung von Arbeitsumfeld und –prozessen implementieren. Dabei stehen wir Ihnen bei allen Umsetzungsschritten als erfahrene Expertinnen und Experten zur Seite.

Mit Hilfe unserer digitalen Toolbox noRA ist es uns möglich, jede Tätigkeit in Ihrem Unternehmen - vom Montagearbeitsplatz über Verwaltungstätigkeiten bis hin zum Außendienst, handwerklichen und Dienstleistungstätigkeiten - äußerst zeiteffizient optimal abzubilden. So werden nur die wirklich relevanten Punkte erfasst und nichts vergessen.

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Ihr Ansprechpartner:

Dr. Uwe Debitz

Dr. Uwe Debitz
0351 477 26 140

Gesunde Beschäftigte

Gut gestaltete Arbeitsplätze verhindern den Ausfall von Beschäftigten durch Arbeitsunfälle und Arbeitsunfähigkeit, die – besonders im Bereich psychischer Erkrankungen – zum Teil mit enormen Kosten durch lange Ausfallzeiten (durchschnittlich 6-12 Monate) verbunden sind.

Optimierte Prozesse

Ein weiterer Vorteil entsteht durch die Möglichkeit der Optimierung betrieblicher Prozesse auf Grundlage der in der Gefährdungsbeurteilung ermittelten Daten (z.B. Vermeidung von Doppelarbeit, Reduzierung von Stillstands- und Wartezeiten).

Arbeitgebendenattraktivität

Die Gestaltung der Arbeit sowie des organisationalen Umfelds (z.B. durch bedarfsspezifische Qualifizierungen, Kernarbeitszeiten, Belohnungssystemen) sind wichtige Instrumente, um Beschäftigtenbedürfnissen gerecht zu werden und Wissensträgerinnen und Wissensträger an Ihr Unternehmen zu binden.

Rechtssicherheit

Durch das Arbeitsschutzgesetz sind Arbeitgebende zur Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen verpflichtet. Wird dieser Pflicht nicht nachgekommen, können Strafen und Bußgelder durch die Aufsichtsbehörden verhängt werden (ArbSchG § 25 und § 26), die ein betriebliches Risiko für den Arbeitgebende darstellen. Wurde eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt sowie dokumentiert und entsprechende Maßnahmen ergriffen, besteht Rechtssicherheit für die Verantwortlichen.

Verfahren zur Gefährdungsbeurteilung

Für die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung steht uns eine Vielzahl an Zugangswegen und validierten Verfahren zur Verfügung. So finden wir auch für Ihr Unternehmen das optimale Instrument:

novaworx BasisCheck
branchenübergreifend, kleine Unternehmen

novaworx-Fragebogen "Ermittlung psychischer Belastung am Arbeitsplatz"
branchenübergreifend

SGA: Screening gesundes Arbeiten
branchenübergreifend

BAGA-B: Beobachtungsinterview zur Ableitung von Gestaltungsmöglichkeiten für die Arbeit mit Bürgerinnen- bwz. Bürgerkontakt
interaktive Verwaltungstätigkeiten

REBA Online 1.0: Rechnergestütztes Dialogverfahren für die Bewertung und Gestaltung von Arbeitstätigkeiten unter Berücksichtigung von Sicherheit und Gesundheit
branchenübergreifend

BASA III: Bewertung von Arbeitsbedingungen - Screening für Arbeitsplatzinhaber
branchenübergreifend

PFG: Psychische Faktoren in der Gefährdungsbeurteilung
branchenübergreifend

Stationsorganisation - analysieren, gestalten und bewerten
Krankenhäuser

BAGA-K: Beobachtungsinterview zur Ableitung von Gestaltungsmöglichkeiten für die Arbeit mit Kundinnen- bzw. Kundenkontakt (interaktive Tätigkeiten in Banken & Versicherungen)

noRA - novaworx Risiko Analyse

noRA vereint die gesamte Palette der von novaworx verwendeten Verfahren für die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung und ermöglicht die schnelle und maßgeschneiderte Gefährdungsbeurteilung für Ihr Unternehmen. Alle in noRA enthaltenen Verfahren sind nach wissenschaftlichen Kriterien geprüft und in der Praxis erprobt, zum Beispiel:

In einem Erstgespräch legen wir gemeinsam mit Ihnen fest, welche Inhalte für Ihre Gefährdungsbeurteilung wichtig sind. So werden im Rahmen der Begehung nur die wirklich relevanten Fakten erfasst.

Einsatzgebiete

  • branchenübergreifend
  • Begehungen

novaworx BasisCheck

Der novaworx BasisCheck wurde speziell für die Bedürfnisse kleiner Unternehmen entwickelt. Er bietet die Möglichkeit, schnell und kostengünstig die aktuellen gesetzlichen Anforderungen zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung zu erfüllen. Dabei enthält er alle Inhalte, die gemäß Gemeinsamer Deutscher Arbeitsschutzstrategie (GDA) berücksichtigt werden sollen.

Selbstverständlich erhalten Sie mit dem novaworx BasisCheck eine arbeitsschutzgesetzkonforme Dokumentation Ihrer Gefährdungsbeurteilung. So sind Sie bei Überprüfungen durch die Berufsgenossenschaft auf der sicheren Seite.

Bei Bedarf ist weitere Unterstützung im Bereich der Maßnahmenableitung und –umsetzung möglich.

Einsatzgebiete

  • branchenübergreifend
  • kleine Unternehmen
  • Beobachtungsinterview, Gruppenverfahren

novaworx-Fragebogen "Ermittlung psychischer Belastung am Arbeitsplatz

Der novaworx Fragebogen "Ermittlung psychischer Belastung am Arbeitsplatz" wurde eigens für die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung entwickelt und berücksichtigt die aktuellen gesetzlichen Anforderungen und Richtlinien.
 
Der Bogen beinhaltet 67 Items zu den Bereichen
  • Arbeitsinhalt und Arbeitsaufgabe, z.B. Handlungsspielraum, Informationsangebot, Qualifikation, emotionale Inanspruchnahme
  • Arbeitsorganisation, z.B. Arbeitszeit, Arbeitsablauf, Kommunikation & Kooperation
  • Soziale Beziehungen, z.B. Kollegen und Vorgesetzte
  • Arbeitsumgebung, z.B. physische Faktoren, Arbeitsmittel
  • Neue Arbeitsformen

Das Verfahren kann an unternehmensspezifische Gegebenheiten (z.B. spezifische Tätigkeitskonstellationen) angepasst werden. So ist eine genaue Abbildung der Tätigkeiten im Unternehmen, wie im ArbSchG gefordert, sichergestellt.

Einsatzgebiete

  • branchenübergreifend

Forschung und Veröffentlichungen

Gütekriterien: Die Validierung des Verfahrens wurde mit einem Datensatz von N=1.950 Beschäftigten und 220 verschiedenen Tätigkeitsprofilen durchgeführt. Itemschwierigkeit, interne Konsistenz, Reliabilität sowie Kriteriumsvalidität können als sehr gut bewertet werden.

Weiterhin können die geschlossenen Fragen durch Freitextkommentare untersetzt werden. Dies ermöglicht die direkte Benennung von Problemursachen und unterstützt eine zügige Ableitung passender Gestaltungsmaßnahmen.

Vertiefungsebene nach DIN 10 075-3: Screeningverfahren

Bearbeitungsdauer: ca. 15-20 Minuten (ohne Freitext)


SGA - Screening Gesundes Arbeiten

Das "Screening Gesundes Arbeiten" (SGA) ist ein Leitfaden zur Gefährdungsbeurteilung. Betrachtet werden physische und psychische Belastungen bei der Arbeit.

Autoren: Dr. Uwe Debitz, MPH Gabriele Buruck, Dipl.-Psych. Susann Mühlpfordt, ErgoPhysConsult Elke Muzykorska, ErgoPhysConsult Ulrike Lübbert & Hildegard Schmidt

Ziel des SGA ist die Verminderung von Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems bei Beschäftigten aller Branchen und mit unterschiedlichen Tätigkeitsprofilen. Das SGA erlaubt die kombinierte Ermittlung, Beurteilung und Dokumentation von physischen und psychischen Belastungen i.S.d. Arbeitsschutzgesetzes und hält allgemeingültige praktikable Gestaltungsvorschläge bereit.

Das SGA-Verfahren besteht aus vier Teilen:

  1. Arbeitsverhältnis (7 Fragen)
  2. Physische Belastungen (15 Fragen)
  3. Psychische Belastungen (19 Fragen)
  4. Umgebungsvariablen (4 Fragen)

Das SGA wurde gemeinsam mit dem Institut für Arbeits-, Organisations- und Sozialpsychologie der TU Dresden sowie dem bei INQA angesiedelten Thematischen Initiativkreis "Körper, Geist und Arbeit - ganzheitliche Prävention" in den Jahren 2000 bis 2016 (3. vollst. überarb. Auflage) entwickelt und folgt den in der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) im Juni 2008 vereinbarten sieben Handlungsschritten zur Gefährdungsbeurteilung.

Einsatzgebiete

  • branchenübergreifend
Der Einsatz ist nach einer Schulung kostenfrei möglich.
 

Forschung und Veröffentlichungen

Neue Auflage des SGA auf den Seiten der INITIATIVE NEUE QUALITÄT DER ARBEIT der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
 
Weiterführende Informationen finden Sie hier.
 
Aktuelle Publikation zur Validierung des SGA: Tomaschek, A., Lütke Lanfer, S., Melzer, M., Debitz, U. & Buruck, G. (2018). Measuring work-related psychosocial and physical risk factors using workplace observations: a validation study of the “Healthy Workplace Screening”, Safety Science 101, 197–208.

In einer Veröffentlichung im Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie wurde das Screening Gesundes Arbeiten von Kersten et al. (2021) als einziges kostenfreies Beobachtungsverfahren im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung als geeignetes Instrument für das Sozial- und Gesundheitswesen empfohlen.
Weiterführende Informationen finden Sie hier.
 

BAGA-B: Beobachtungsinterview zur Ableitung von Gestaltungsmöglichkeiten für die Arbeit mit Bürgerinnen bzw. Bürgerkontakt

Das BAGA-B ist eine Methode zur Analyse, Bewertung und Gestaltung von Arbeitstätigkeiten mit Bürgerinnen- bzw. Bürgerkontakt. Es ermöglicht einen Vergleich zwischen der aktuellen (Gefährdungs-)Situation im Unternehmen und dem anzustrebenden Soll-Zustand sowie die Ableitung differenzierter Maßnahmen der Arbeitsgestaltung.
 
Bei der Durchführung des BAGA-B kommt die Methode des Beobachtungsinterviews zum Einsatz: Der bzw. die Untersuchende begleitet Arbeitsplatzinhabende und beobachtet die Arbeitsbedingungen während der Tätigkeit. Die Beobachtungsdaten werden durch Erfragen einzelner oder nur schwer beobachtbarer Informationen ergänzt. Zusätzlich kann eine Dokumentenanalyse zur Datenerhebung herangezogen werden.
 
Inhalt des Verfahrens sind insgesamt 47 Merkmale aus den Bereichen organisatorische und technische Bedingungen, Information, Rückmeldung, Kommunikation, zeitliche Ausführungsbedingungen, Beeinflussbarkeit des Arbeitsprozesses sowie Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Auswertung erfolgt über die verschiedenen Merkmalskomplexe hinweg mittels einer Profildarstellung.

Einsatzgebiete

  • Tätigkeiten in öffentlichen Verwaltungen mit Bürgerinnen bzw. Bürgerkontakt, z.B. Jugend- und Sozialämter

REBA online - Rechnergestützte psychologische Bewertung von Arbeitsinhalten

REBA Online 1.0 ist ein rechnergestütztes webbasiertes Hilfsmittel zur Analyse, Bewertung und Gestaltung von Arbeitsinhalten und demit verbundener Lern- und Motivationspotenziale von Arbeitstätigkeiten. Eine Besonderheit ist die prognostische Abschätzung des Auftritts der Fehlbeanspruchungsfolgen psychischer Ermüdung, Monotonie, psychischer Sättigung (vgl. ÖNORM/DIN/SN EN ISO 10075-1) und Stress mittels eines multiplen linearen Regressionsmodells.

REBA Online 1.0 kann sowohl bei bestehenden Arbeitsprozessen als auch bei deren Projektierung (prospektive Arbeitsgestaltung) Verwendung finden. Mögliche Gestaltungsvarianten können am PC simuliert werden. Die Bewertungsergebnisse können grafisch dargestellt und ausgedruckt werden.

Erläuterungen und Gestaltungshinweise sind durch Hilfetexte gegeben.

Die Skalen sind den folgenden Merkmalsbereichen untergeordnet:

  1. Ausführbarkeit (24 Items zur ergonomischen Gestaltung)
  2. Schädigungslosigkeit (61 Items zur Gefährdungsbeurteilung)
  3. Beeinträchtigungsfreiheit (7 von 22 Items) mit den Subdimensionen: psychische Ermüdung, Monotonie, psychische Sättigung, Stress
  4. Lern- und Persönlichkeitsförderlichkeit (alle 22 Items) mit den Subdimensionen: technisch-organisatorische Merkmale der Tätigkeit, Kooperationsanforderungen, Verantwortungsanforderungen, Denkanforderungen, Qualifikations- und Lernanforderungen

Einsatzgebiete

  • Industrie
  • Büro
  • Verwaltung
  • Öffentlicher Dienst
  • Dienstleistungsbranche

BASA III - Bewertung von Arbeitsbedingungen - Screening für Arbeitsplatzinhaber

Autoren: Dr. Gabriele Walther, Katharina Roitzsch, Prof. Dr. Matthias Schmidt, Dr. Martin Schatte

BASA III ist eine Weiterentwicklung des 2001 von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin veröffentlichten Verfahrens BASA II.

Es identifiziert arbeitsbezogene Ressourcen und Gestaltungserfordernisse auf Grundlage arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse. Zusätzlich wird erfasst, welche Arbeitsmerkmale aus Sicht von Beschäftigten besonders positiv oder kritisch ausgeprägt sind. Dies liefert wichtige Zusatzinformationen für die Weiterarbeit mit den Ergebnissen, etwa hinsichtlich einer Priorisierung von Themen.

BASA III kann als Beschäftigtenbefragung und Beobachtungsinterview eingesetzt werden. Auch die Durchführung eines Workshops ist möglich.

Das Verfahren berücksichtigt alle aktuellen Anforderungen an ein Instrument zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung. Es kann branchenübergreifend eingesetzt werden und bildet spezifische Tätigkeiten (z.B. Arbeit mit Kunden-/Bürgerkontakt, Arbeit mit Maschinen, mobile Arbeit) gut ab.

In der aktuellen Version sind bis zu 7 Gruppen, 29 Untergruppen und 108 Merkmale enthalten. Durch die Möglichkeit der betriebs- und tätigkeitsspezifischen Konfiguration des Verfahrens können diese Angaben im konkreten Einzelfall abweichen.

Teil A: Arbeitsaufgabe – Arbeitsinhalt
A1 Vollständigkeit
A2 Einflussmöglichkeiten/ Handlungsspielraum
A3 Abwechslung/Variabilität
A4 Arbeitsumfang
A5 Verantwortung
A6 Informationen /Informationsangebot
A7 Arbeit mit Kunden, Klienten, Patienten*

Teil B: Organisatorische Arbeitsbedingungen
B1 Arbeitsorganisation
B2 Arbeitszeit
B3 Spezielle Arbeitszeiten*
B4 Fehler
B5 Qualifikation
B6 Weiterentwicklung
B7 Flexible Arbeitsorte*
B8 Bereichsübergreifende Zusammenarbeit*

Teil C: Soziale Arbeitsbedingungen
C1 Vorgesetzte
C2 Kollegen

 

Teil D: Arbeitsumweltbezogene Arbeitsbedingungen
D1 Arbeitsumgebung
D2 Einwirkungen
D3 Körperhaltung
D4 Arbeitsplatzmaße
D5 Arbeits-/Hilfsmittel
D6 Sicherheit und Gesundheit

Teil E: Technische Arbeitsbedingungen
E1 Maschinen*
E2 Bildschirm*
E3 Software*

Teil F: Sicherheitstechnische Arbeitsbedingungen
F1 Sicherheitsvorrichtungen*
F2 Stellteile*
F3 Signalgeber*
F4 Persönliche Schutzausrüstung (PSA)*

Teil G: Betriebsspezifische Arbeitsbedingungen*

Mit (*) gekennzeichnete Bereiche können optional ausgeblendet werden.

Einsatzgebiete

  • branchenübergreifend

Forschung und Veröffentlichungen

Aktuelle Forschung zu BASA III erfolgt aktuell an der Hochschule Zittau/Görlitz im BASA-Netzwerk.


PFG: Psychische Faktoren in der Gefährdungsbeurteilung

Autoren: Dr. Uwe Debitz, Dr. Harald Gruber, Dr. Gabriele Richter, Dipl.-Psych. Sonja Wittmann

Inhalt: Mit dem PFG-Verfahren ist eine Handlungshilfe für Unternehmen entwickelt worden, die im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung auch psychosoziale Faktoren gemäß Arbeitsschutzgesetz berücksichtigen wollen. Das Verfahren entstand in Kooperation verschiedener Berufsgenossenschaften, der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, der TU Dresden sowie verschiedener Beratungsdienstleister.

Ziel der Handlungshilfe ist es, in übersichtlicher Form über den Einfluss psychischer Faktoren auf die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten aufzuklären und eine aufwandsarme Methodik zur Ermittlung, Bewertung und Gestaltung dieser Faktoren bereitzustellen und mit Fallbeispielen, Gestaltungsempfehlungen und Dokumentationsvorlagen zu verdeutlichen.

Erläutert werden 2 Herangehensweisen, die je nach Anforderung separat oder in Kombination eingesetzt werden können. Zum einen wird die Erfassung der psychischen Belastungsfaktoren mittels Begehung beschrieben, die auch die Grundlage für den Punkt 10 in der Klassifikation der Gefährdungsfaktoren bildet. Zum anderen sind die Checklisten zur Erfassung von Fehlbeanspruchungsfolgen (ChEF) aufgeführt, die im Rahmen einer Befragung der Beschäftigten oder vor allem in kleinen Unternehmen bis 10 Beschäftigten im Rahmen eines moderierten Workshops (Arbeitssituationsanalyse) eingesetzt werden können.

Merkmalsbereiche des Begehungsverfahrens:

  • Arbeitsaufgabe (23 Fragen)
  • Arbeitsorganisation (10 Fragen)
  • Soziale Bedingungen (4 Fragen)
  • Arbeitsplatz- und Umgebungsbedingungen (26 Fragen)

Merkmalsbereiche der Checklisten zur Erfassung von Fehlbeanspruchungsfolgen:

  • Auslöser und Erlebensmerkmale zu Stress (16 Aussagen)
  • Auslöser und Erlebensmerkmale zu psychischer Ermüdung (16 Aussagen)
  • Auslöser und Erlebensmerkmale zu Monotonie (16 Aussagen)
  • Auslöser und Erlebensmerkmale zu psychischer Sättigung (16 Aussagen)
  • Auslöser und Erlebensmerkmale zu emotionaler Erschöpfung (16 Aussagen)

Einsatzgebiete

  • branchenübergreifend

Forschung und Veröffentlichungen

Debitz, U., Gruber, H., Richter, G. & Wittmann, S. (2012). Psychische Faktoren in der Gefährdungsbeurteilung. Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz. Teil 2. 6. überarbeitete Auflage. Bochum: InfoMediaVerlag e.K.

Gruber, H.; Molnar, M.; Richter, G. & Vanis, M. (2016): Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz. Psychische Belastungen - Checklisten für den Einstieg. 5. völlig überarbeitete Auflage. Bochum: InfoMediaVerlag e.K.


Stationsorganisation – analysieren, gestalten und bewerten

Autoren: Dr. rer. medic. Nicole Stab, Prof. Dr. rer. nat. habil. Winfried Hacker

Inhalt: „Stationsorganisation – analysieren, bewerten und gestalten“ ist ein bedingungsbezogenes Instrument zur Beurteilung der Arbeitsorganisation auf Krankenhausstationen. Es ist modular aufgebaut und beinhaltet 14 thematische Bausteine, die jeweils in eine unterschiedliche Anzahl von Einzelmerkmalen untergliedert sind (insgesamt 142). Nach und nach kann jeder einzelne Bereich angegangen und bearbeitet werden.

Grundgedanke des Verfahrens ist die Beteiligung der Pflege- sowie der Pflegebereichsleitung und der Pflegekräfte an der Beurteilung der Arbeitsorganisation. Daher wurde es in enger Zusammenarbeit mit diesen entwickelt und erprobt.

Ziel ist es, Gestaltungspotenziale in der Arbeitsorganisation zu identifizieren und darauf aufbauend geeignete Maßnahmen abzuleiten und umzusetzen. Aus diesem Grund sind die Stufen eines jeden Merkmals inhaltlich beschrieben, um die erstrebenswerte Ausprägung direkt ablesen zu können.

Einsatzgebiete

  • Stationsorganisation im Krankenhaus, v. a. somatische Stationen
  • Für Funktionsbereich wie Röntgen, Ultraschall etc. weniger geeignet
  • Spezielle Version für psychiatrische Stationen vorhanden

Forschung und Veröffentlichungen

Stab, N. & Hacker, W. (2016). Gute Stationsorganisation. Ein Leitfaden für Pflegeeinrichtungen. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Stab, N. (2016). Stationsorganisation im Krankenhaus beurteilen und verbessern. baba: Aktuell, 1/16, S. 6-7.

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