BASA II wird BASA III

BASA III

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Dipl.-Psych. Katharina Roitzsch

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Das Verfahren BASA II der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin fand in der letzten Zeit zunehmende Verbreitung - auch im Zuge der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung. Anlass genug, kritisch zu hinterfragen ob das Verfahren alle entsprechenden Anforderungen erfüllt. Herausgekommen ist das grundlegend überarbeitete BASA III - mit aktualisierten Inhalten, nutzerfreundlicher Software und leichter interpretierbaren Ergebnissen.

Mit BASA III liegt nun ein Verfahren vor, das alle Anforderungen an die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung erfüllt und zusätzlich erfasst, welche Arbeitsmerkmale aus Sicht der Beschäftigten besonders positiv bzw. gestaltungsbedürftig sind.

Hinsichtlich der Inhalte fanden die Anforderungen der gemeinsamen deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) Berücksichtigung, was zum Einschluss neuer Merkmale insbesondere im Bereich Arbeitsinhalt sowie zu einer Umsortierung der Inhalte gemäß den in der GDA festgelegten Bereichen führte.

Um eine Gestaltbarkeit der erfassten Merkmale sicherzustellen, wurde bei der Formulierung der einzelnen Arbeitsmerkmale auf einen klaren Bedingungsbezug geachtet. Dies führte zu Umformulierungen sowie in einzelnen Fällen zum Ausschluss von Merkmalen (u.a. Angst), die keine gestaltbaren Arbeitsbedingungen abbildeten.

Weiterhin wurden in den Bereichen Umgang mit Kunden, Klienten, Patienten sowie bei den technischen Arbeitsbedingungen die Gegebenheiten der aktuellen Arbeitswelt berücksichtigt und Formulierungen aktualisiert.

Hinsichtlich der technischen Umsetzung des Verfahrens wurden erhebliche Verbesserungen hinsichtlich der Bedienbarkeit sowie der Einstell- und Auswahlmöglichkeiten erreicht. Details dazu sind in der gesonderten Softwaredokumentation zu finden. Weiterhin wurden die Formulierungen in den Erhebungsbögen für unterschiedliche Einsatzzwecke (Befragung, Beobachtungsinterview, Workshop) vereinheitlicht.

Große Veränderungen haben sich hinsichtlich der Auswertung und ihrer Interpretation ergeben. So enthalten nun alle Ergebnisse eine klare Zweistufigkeit, die zunächst die im Programm hinterlegte arbeitswissenschaftliche Bewertung der einzelnen Merkmale berücksichtigt und erst im zweiten Schritt die Bewertung durch die Beschäftigten. Dies ermöglicht klarer als bislang eine Einordnung der betrachteten Arbeitsmerkmale als Ressourcen oder Gestaltungserfordernisse. Die Ergebnisse sind dadurch auch für Praktiker interpretierbar.

Schließlich wurde die in den Ergebnisübersichten bislang verwendete Farbgebung verändert. Ein Diskussionsbedarf der Ergebnisse wird nicht mehr gelb sondern blau dargestellt, um bei der Interpretation Verwechslungen mit im Arbeitsschutz üblichen Farbmarkierungen, etwa der NOHL-Matrix, zu vermeiden. Zusätzlich wurden die aggregierten Balkendiagramme zu den Hauptfragen des Verfahrens aus dem Ergebnisteil entfernt. Diese waren für die Ableitung konkreter Maßnahmen in den Betrieben nicht hilfreich und warfen verschiedene statistische und methodische Probleme auf. Statt dessen enthalten die Ergebnisse nun eine (nach Merkmalsbereichen sortierbare) Liste der höchsten Gestaltungserfordernisse und stärksten Ressourcen.

Weitere Informationen zum Verfahren

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